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Freeport McMoRan in der Transformation

Freeport McMoRan meldet Zahlen

 

Freeport McMoRan (US35671D8570) hat mit den heute veröffentlichten Geschäftszahlen die Markterwartungen beim Gewinn erfüllt und konnte diese beim Umsatz übertreffen.

Wie der weltgrößte börsennotierte Kupferproduzent heute mitteilte, stieg der Umsatz im 4. Quartal 2019 gegenüber dem 4. Quartal 2018 um 6,2 % auf 3,911 Mrd. Dollar. Dies lag über dem Marktkonsens von 3,69 Mrd. Dollar.

Beim Gewinn lag die Marktschätzung bei 0,0 Dollar je Aktie. Freeport McMoRan erzielte vor der Bereinigung durch Gebühren einen Gewinn von 9 Mio. Dollar, nach Bereinigung einen Gewinn von 31 Mio. Dollar oder 0,02 Dollar je Aktie. Damit lag der Wert auch leicht über den Konsensschätzungen, aber dennoch deutlich unter der des 4. Quartals 2018, als noch 485 Mio. Dollar verdient wurden.

Wesentliche Faktoren für den deutlich unter Vorjahr liegenden Gewinn war zum einen eine Steuerrückstellung im Berichtsquartal in Höhe von 329 Mio. Dollar. Im Vorjahr konnten noch 552 Mio. Dollar Steuerrückstellungen aufgelöst werden.

Zum anderen machte sich die geringere Fördermenge in den indonesischen Minen bemerkbar. Die Kupferproduktion fiel dabei im Berichtsquartal um 1,7 % auf 827 Mio. Pfund. Die Goldproduktion sank zudem um 33,2 % auf 223.000 Unzen.

Die Grasberg-Mine in Indonesien befindet sich in der letzten Phase seiner Umstellung von einem Tagebau zu einer geschlossenen Mine. Freeport erwartet davon eine langjährige Förderung bei gleichzeitig niedrigen Kosten und hohen Erzgehalten. Allerdings beeinträchtigte die Umstellung die Förderung: In den letzten 3 Monaten 2019 sank die Minenproduktion in der Grasberg-Mine um 14 %. In Nordamerika stieg dagegen die Kupferproduktion um 2,3 % auf 361 Mio. Pfund, während jene in Südamerika nur marginal auf 320 Mio. Pfund zulegte.

Die Kapitalinvestitionen für das laufende Jahr sollen nach Angaben des Unternehmens bei rund 2,8 Mrd. Dollar und damit höher als im Jahr 2019 liegen, als 2,65 Mrd. Dollar investiert wurden. Etwa 1,8 Mrd. Dollar sind dabei in diesem Jahr für Großprojekte wie die Grasberg-Mine und die Vollendung des Lone Star Kupfer-Projektes in Arizona vorgesehen.

Richard C. Adkerson, Präsident und CEO von Freeport McMoRan, sagte, das der Konzern im Jahr 2019 drei große Initiativen gestartet habe, um den zukünftigen Cashflow zu steigern du Mehrwert für die Aktionäre zu generieren. Die Projekte in Grasberg wie auch in Arizona steigern die zukünftige Produktivität. Die Transformation des Unternehmens ist nach Worten von CEO Adkerson darauf ausgerichtet, die Kupfer- und Goldverkäufe um mehr als 30 % zu steigern, die Cash-Kosten um rund 25 % zu senken und den operativen Cashflow im Jahr 2021 im Vergleich zum Jahr 2019 zu verdoppeln.  

Für das laufende Jahr erwartet der Konzern Kupferverkäufe in Höhe von 3,5 Mrd. Pfund sowie Goldverkäufe von 800.000 Unzen. Davon sollen auf das 1. Quartal 2020 725 Mio. Pfund Kupfer und 105.000 Unzen Gold entfallen.

 

FCX

 

Die Aktie von Freeport McMoRan notiert nach den Zahlen mit einem Abschlag von rund 7 %. Anfang Dezember hatte die Aktie im Zuge steigender Kupferpreise seinen seit Anfang 2011 laufenden Abwärtstrend gebrochen. Den darauffolgenden Anstieg um rund 50 % konsolidiert die Aktie nun.

 

Fazit

 

Freeport McMoRan’s Transformation in der weltweit zweitgrößten Kupfermine hält an und erfordert anhaltende Kapitalinvestitionen, die kurzfristig den Gewinn belasten. Gleichwohl sollte der Konzern von einer Stabilisierung der Weltwirtschaft und damit der Kupfernachfrager überdurchschnittlich profitieren. Diese Zuversicht steht auch hinter der Dividendenzahlung des Unternehmens. Wir halten die Aktie deshalb auch weiterhin in unserem erfolgreichen Themendepot Basis- und Edelmetalle.

 

 

23.01.2020 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de

 









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