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Givaudan erfüllt Erwartungen

Givaudan verdaut Zukäufe

 

Der weltweit größte Aromen- und Duftstoffhersteller Givaudan (CH0010645932) ist im Geschäftsjahr 2019 weiter dynamisch gewachsen. Der Ausblick auf 2020 wurde bestätigt.

Der Umsatz verteilte sich 2019 nach Produktfamilien zu 54,9 % auf Aromen und zu 45,1 % auf Duftstoffe. Insgesamt lagen der Umsatz im Rahmen der Konsensschätzungen, das operative Ergebnis lag leicht darunter, der freie Cashflow aber darüber. Und auch wenn sich das Wachstum im 4. Quartal leicht abschwächte, so ist die Gewinnqualität weiter hoch. Auch ist zudem ein Anziehen der Wachstumsdynamik wahrscheinlich.

Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr um 12,2 % auf 6,2 Mrd. Franken, akquisitions- und währungsbereinigt betrug der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr 5,8 %. Der Betriebsgewinn (EBITDA) legte gleichzeitig von 1,145 Mrd. Franken 2018 um 11,4 % auf 1,275 Mio. Franken zu.

Die EBITDA-Marge ging dagegen leicht von 20,7 % im Vorjahr auf 20,6 % zurück. Hier machten sich die Aufwendungen im Rahmen des Sparprogramms GBS (Givaudan Business Solutions) sowie Akquisitions- und Restrukturierungskosten bemerkbar. Die Steuerquote sank leicht von 13 % von 14 % im Vorjahr. Der Nettogewinn stieg schließlich um 6 % auf 702 Mio. Franken nach 663 Mio. Franken im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie stieg von 71,92 Franken im Jahr 2018 auf 76,17 Franken im Berichtszeitraum. Der freie Cashflow als Anteil des Umsatzes blieb mit 12,7 % gegenüber dem Vorjahr konstant.

Die Aktionäre sollen deshalb eine um 2 Franken höhere Dividende von 62 Franken je Anteilsschein erhalten.

 

Bestätigter Ausblick

 

Givaudan bestätigte zudem die zuvor gesetzten mittelfristigen Unternehmensziele für 2020. Dabei soll das organische Wachstum über dem Marktdurchschnitt von 4 % bis 5 % liegen. Die Freie-Cashflow-Marge (Freier Cashflow / Umsatz) soll zwischen 12 % bis 17 % liegen.

 

Givaudan

 

Die Aktie von Givaudan befindet sich in einem stabilen Aufwärtstrend, die die zugehörigen Konsolidierungen einschließen. Diese sollten jedoch nicht den Blick auf die hohe innere Stärke dieses Aufwärtstrends verstellen. Aktuell notiert die Aktie unverändert.

 

Fazit

 

Givaudan hat mit den vorgelegten Geschäftszahlen unseren Investment-Case erneut bestätigt. Die Zukäufe wie zuletzt der von der US-amerikanischen Ungerer & Company, bremsen zwar kurzfristig die Reingewinndynamik, schaffen aber mittel- und langfristiges Wachstumspotenzial. Vor diesem Hintergrund ist auch mit einer steigenden Ertragsdynamik zu rechnen. Wir halten die Aktie deshalb auch weiterhin in unserem Strategiedepot Aktien Konservativ.

 

 

24.01.2020 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de

 









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