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Trotz Coronavirus bleibt Gold ein attraktiver Vermögenswert

WGC bezieht zur Corona-Pandemie Stellung

 

Der World Gold Council (WGC) erklärte in einer Veröffentlichung vom 19.03.2020 unter dem Titel ,,Investment Update: Gold prices swing as markets sell off‘‘ seine Einschätzung zur Entwicklung des Goldes in der aktuellen Coronavirus-Pandemie.

Zweifellos werde diese das ökonomische Wachstum weltweit zurückgehen lassen und dabei auch die Konsumentennachfrage nach Gold verringern. Dabei werde auch die Volatilität des Goldpreises erhöht bleiben.

Ungeachtet dessen werden nach Einschätzung des WGC die generell erhöhten Risikoniveaus der Vermögensanlagen in Verbindung mit weitverbreiteten negativen Realzinsen und immer expansiverer Geldpolitik die Goldinvestmentnachfrage unterstützen. Dabei werde Gold von seiner Eigenschaft als sicherer Hafen profitieren.

Der WGC führte zudem aus, dass der Goldpreis durch die massiven Zwangsverkäufe beeinflusst werde. Dabei würden sowohl Zwangsliquidierungen aus Wertpapier-Kaufkrediten als auch der Umstand eine Rolle spielen, dass sich viele Marktteilnehmer kurzfristig Liquidität besorgen müssten.

 

Goldmünzen

Bildnachweis: © EMH Service GmbH

 

Außerdem würden Goldverkäufe auch dadurch ausgelöst, dass mit einem diesbezüglichen Verkauf Verluste an anderer Stelle ausgeglichen werden könnten. Denn das gelbe Metall sei eines der sich am besten entwickelnden Assets weltweit in diesem Jahr und sehr liquide. Der tägliche Umsatz im weltweiten Goldmarkt betrug in diesem Jahr bisher nach Angaben des WGC 260 Mrd. US-Dollar täglich!

Die Goldverkäufe konzentrierten sich vor allem auf Derivate und OTC-Geschäfte. Und obwohl in den vergangenen Tagen Gold-ETF’s Abflüsse verzeichneten, bleibt der Nettoeffekt in diesem Jahr bislang positiv. Im März gab der WGC die Nettozuflüsse mit 3,6 Mrd. Dollar an. Im Gesamtjahr betrugen diese bisher 11,5 Mrd. Dollar.

Der WGC warnte zudem, dass es eine Weile dauern könne, bis sich die Finanzmärkte wieder stabilisieren. Zwar könnte der Goldpreis aufgrund der weltweit anhaltend hohen Volatilität ebenfalls weiter stärker schwanken. Gleichwohl dürfte ein Umfeld, welches von einer Kombination aus hohem Risiko und niedrigen Realzinsen und damit niedrigen Opportunitätskosten geprägt sei, die Investmentnachfrage nach Gold unterstützen.

Auch die Zentralbanken werden nach Ansicht des WGC weiter Nettogoldkäufer bleiben, auch wenn der Umfang nicht jenen der letzten beiden Jahre erreichen dürfte.

Dagegen dürfte die Konsumentennachfrage nach Gold, Silber und Schmuck von Privatpersonen signifikant nachlassen. Dies schließe man aus den Zahlen, die das nationale Statistikbehörde Chinas für die Monate Januar und Februar 2020 ermittelt hat.

 

Fazit

 

Gold erweist sich in den derzeitigen Turbulenzen als ein Hort der Stabilität. Damit bestätigt es die historischen Erfahrungen und damit einmal mehr, warum es seit Jahrtausenden Geld ist.

 

26.03.2020 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de

 






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