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VanEck Vectors ETF zeigt beeindruckende Stärke

Minenaktien besser als der Gesamtmarkt

 

Die Aktien der Edelmetallminen haben im Absturz der Aktienmärkte eine erstaunliche Schwungkraft an den Tag gelegt. Erst nach unten, was angesichts der Wolke, aus der viele Investoren fielen, keine wirkliche Überraschung war.

Die Überraschung ist vielmehr, wie schnell die Minenaktien große Teile der Verluste wieder aufgeholt haben.

Ein Blick auf einen guten Repräsentanten dieser Marktdynamik, den VanEck Vectors Gold Miners ETF (IE00BQQP9F84), der den NYSE Arca Gold Miners Index nachbildet, zeigt diese Entwicklung im absoluten Maßstab.

 

VanEck absolut

 

Ein Blick auf die gesamte Bodenbildung seit dem Absturz 2013 zeigt die Form eines Doppelbodens mit einer Nackenlinie bei 31,84, der nur 0,05 und damit noch nicht signifikant über dem Top vom August 2016 bei 31,79 liegt (dicke blaue Horizontale). Daraus nun aber einen Fehlausbruch zu schließen wäre vorschnell.

Denn es ist zwar richtig, dass der Index danach abstürzte. Allerdings erholte er sich bis jetzt fast ebenso deutlich und liegt nun wieder im Monatsvergleich oberhalb der Nackenlinie der zweiten Teilbodenbildung, die vom September 2017 stammt und bei 25,58 liegt (s. dünne blaue Horizontale). Dass dieser Intramonthly-Turnaround bei extrem hohen Umsätzen erreicht wurde, zeigt, dass ein bedeutender Anteil der Investoren bereit ist, Minenaktien inmitten der extrem hohen Unsicherheit an den Aktienmärkten gleichwohl mit nur geringem Coronavirus-Abschlag zu kaufen, obwohl auch Minenunternehmen von Betriebsstätten-Stilllegungen betroffen sind.

Daneben ist aber auch ein Blick auf die relative Entwicklung der Minenaktien gegenüber den breiten Aktienindizes interessant. Beispielhaft wird in der folgenden Grafik der NYSE Arca Gold Miners Index, repräsentiert durch den VanEck Vectors Gold Miners ETF, mit dem marktbreiten S&P500-Index und dem DAX verglichen. Dabei zeigt der VanEck eine erstaunliche relative Stärke.

 

VanEck relativ

 

Die Grafik verdeutlicht auch, dass die Minenaktien prozentual stärker fielen. Sie erreichten aber eher als der DAX und S&P500 ihr bisheriges Korrekturtief und verließen es auch wieder zuerst. Und danach stiegen sie auch stärker an, was im Ergebnis dazu führte, dass sich die relative Outperformance, welche zu Beginn der scharfen Korrektur bestand, wieder aufbaute.

 

Fazit

 

Die Minenaktien verloren zu Beginn der Korrektur zunächst ihren ,,Vorsprung‘‘ auf die anderen Indizes DAX und S&P500, erreichten aber schneller ihren (ersten) Boden und verließen diesen auch zuerst. Dies deutet darauf hin, dass der Liquidationsdruck, der vor allem aus Margin Calls herrührte, die Outperformance nicht über einen längeren Zeitraum in der Lage war, die Entwicklung der Minenaktien ebenso stark nach unten zu drücken wie den Gesamtmarkt. Das dies vor dem Hintergrund eines regelrechten Einbruchs bei Silber, Platin und Palladium geschah, macht die obige Entwicklung noch erstaunlicher. Es ist jedoch ein Zeichen dafür, dass der beste Teil der Entwicklung der Edelmetall-Minenaktien noch vor uns liegt!

 

26.03.2020 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de

 









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