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Update Themendepot Basis- und Edelmetalle

Update zum Themendepot Basis- und Edelmetalle 11.02.2020

 

Seit dem letzten Depot-Update am 03.02.2020 hat sich das Depot teilweise von den vorangegangenen kräftigen Abgaben erholen, die es im Zuge der deutlich nachgebenden Rohstoffpreise zu verbuchen hatte. Im Zentrum stand erneut die pandemischen Entwicklungen in China und die zunehmende weltweite Verbreitung des Coronavirus. Der Stillstand weiter Teile der chinesischen Produktionsinfrastruktur auch über das chinesische Neujahrsfest hinaus ließ Befürchtungen wachsen, ein deutlich schwächeres Wirtschaftswachstum in der weltweit zweitgrößten Ökonomie könnte die Nachfrage insbesondere nach Kupfer, aber auch nach Stahl und Kokskohle einbrechen lassen. Im Berichtszeitraum erholte sich der Kupferpreis wieder und mit ihm die Minenaktien.

Zudem zeigte sich, dass die Strategie, keine Absicherung gegen Fremdwährungsrisiken vorzunehmen, durchaus auch wertsteigernd sein kann. Damit wird, von Aufwertungstendenzen der Anlagewährungen gegenüber der Performance-Währung zu profitieren. Dies ist derzeit mit Blick auf die Entwicklung des Euro gegenüber den Anlagen in Schweizer Franken und US-Dollar der Fall.

Im Berichtszeitraum konnte der US-Dollar gegen den Euro von 1,1081 Dollar je Euro auf 1,0911 Dollar und damit um 1,53 % aufwerten. Da acht der vierzehn Werte in US-Dollar notiert sind, ergibt sich für den Berichtszeitraum ein absoluter Performancebeitrag des US-Dollar für das Euro-Depot von rund 0,874 Prozentpunkten.

Gegenüber dem letzten Update am 03.02.2020 konnte der Depotwert in Euro um 2,19 % zulegen. In Franken betrug der Zuwachs 1,93 %. Insgesamt beläuft sich die Depotperformance seit Auflegung am 01.11.2019 nunmehr auf 12,03 %, in Euro, während die Wertentwicklung in Franken seither 8,44 % beträgt.

Das Sentiment ist weiterhin zwischen dem Wechselbad zwischen den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie und der derzeit laufenden massiven geldpolitischen Lockerungen weltweit gekennzeichnet.

Im Berichtszeitraum meldete der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore (JE00B4T3BW64) seine Produktionszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr und gab einen Ausblick auf das laufende. Im Geschäftsjahr 2019 legte die Produktionsmenge von Kohle und Öl zu, ging jedoch bei Kupfer, Silber und Gold zurück. Für das laufende Jahr rechnet Glencore ebenfalls mit einer niedrigeren Kupferförderung, und auch die Kohleproduktion dürfte 2020 weiter sinken. Zulegen dürfte nach Angaben des Unternehmens aber die Ölförderung.

Die zuvor deutlich schwächeren Aktien von Freeport McMoRan (US35671D8570) konnten sich im Berichtszeitraum wieder erholen und legten um 9,64 % zu. Ende Januar hatte der weltgrößte börsennotierte Kupferproduzent mit hohem Geschäfts-Exposure zu China Geschäftszahlen im Rahmen der Markterwartungen beim Gewinn mitgeteilt. Beim Umsatz konnten diese leicht übertroffen werden.

Die Edelmetall-Minenaktien notierten im Berichtszeitraum überwiegend uneinheitlich. Hier dürften die anstehenden Quartalszahlen für neue Impulse sorgen.

 

 

 11.02.2020 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de