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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 01.02.2020

Die Edelmetallwoche vom 27.01.2020 - 31.01.2020

 

Gold

In der abgelaufenen Handelswoche hatte Gold überwiegend Gegenwind, was sich aber am Freitag schlagartig änderte. Mit den abstürzenden Aktienmärkten und mit dem schwächeren US-Dollar konnte das gelbe Metall die Handelswoche mit einem Gewinn von 18,24 Dollar bzw. 1,2 % abschließen. Zudem beendete es auf Wochenbasis auch die Seitwärtsbewegung des Januar. Mit einem Schlusskurs über dem Hoch vom 07.01.2020 bei 1574,11 Dollar hat der Goldpreis nun auch ein kurzfristiges Kaufsignal gegeben. Der Dollar gab im Wochenvergleich um 0,83 % gegen den Euro ab, der Schweizer Franken aber war weiter sehr stark. Insgesamt ein Risk-off-Umfeld, von dem Gold profitierte. Die CoT-Daten vom 28.01.2020 zeigen eine weitere Zunahme der Short-Position der Commercials, die um 3 % auf 360.814 Kontrakte anstieg. Sollte die Pandemie aufgrund des Corona-Virus auch nächste Woche unvermindert anhalten, ist auch bei Gold mit einem weiteren Anstieg zu rechnen.

 

Gold

 

Silber

Nach dem Wochenhoch am Montag ging es mit Silber erst einmal abwärts. Mit den schnell wachsenden Infektionszahlen der Corona-Pandemie drehte aber auch hier am Mittwoch die Stimmung. Per saldo blieb noch ein Wochenverlust von 0,5 % bei einem Schlusskurs von 18 Dollar. Unterstützung boten offensichtlich die 50-Tage-Linie (orange), aber auch der größere Bruder Gold. Der CoT-Report der Commercials per 28.01.2020 zeigt eine Abnahme der Short-Position der Commercials um 5 % auf aber weiterhin hohe 89.171 Kontrakte. Sollten die Notenbanken aber im Zuge der Vermeidung einer weltweiten Risikoaversion zu noch stärkeren Geldmarktinterventionen greifen, dürfte Silber davon profitieren, auch wenn eine geringere industrielle Nachfrage die weitere Entwicklung belasten könnte. Insgesamt dürfte der positive Impuls des Risk-off-Umfeldes jedoch stärker sein.

 

Silber

 

Platin

Platin fiel in dieser Woche deutlicher zurück. Im Wochenvergleich verlor Platin 47 Dollar bzw. 4,7 % und näherte sich seiner 50-Tage-Linie. Hierbei dürfte die Sorge Platin belastet haben, dass die chinesische Autoindustrie massiv durch die Pandemie beeinträchtigt werden könnte. Die CoT-Daten vom 28.01.2020 zeigen allerdings noch keine größere Änderung. Die Short-Position der Commercials ging um 1 % auf nunmehr 75.338 Kontrakte zurück. Platin könnte allerdings zunächst seine 50-Tage-Linie testen. Einstweilen raten wir, die weitere Entwicklung abzuwarten.

 

Platin

 

Palladium

Palladium begann die Handelswoche mit einem satten Abrutscher und beschäftigte sich im Rest der Woche damit, sich aufzurappeln. Per saldo verlor Palladium im Wochenvergleich 143 Dollar bzw. 5,9 % und beendete die Woche mit einem Stand von 2.283 Dollar. Die Short-Position der Commercials ging gegenüber der Vorwoche sehr stark, nämlich um 26 % auf nur noch 7.227 Kontrakte, zurück. Auch hier dürfte es der Einfluss des chinesischen Automarktes als auch des Risikos gewesen sein, welches in der Unterbrechung des chinesischen Teils der internationalen Wertschöpfungsketten liegt. Die weitere Entwicklung ist derzeit weiterhin unbestimmt und hängt entscheidend von der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus ab.

 

Palladium

 

01.02.2020 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de

 






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