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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 05.10.2019

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Die Edelmetallwoche vom 30.09. - 04.10.2019

 

Gold

Die Konsolidierung bei Gold setzte ich auch in der abgelaufenen Handelswoche fort. Dabei wurde zum einen die Unterstützung des bisherigen Konsolidierungstiefs vom 10.09.2019 bei ca. 1485 USD auf Tagesbasis per Schlusskurs unterschritten und bildete damit ein tieferes Tief. Zudem bildet das Zwischenhoch vom 24.09.2019 gegenüber dem Zyklushoch vom 04.09.2019 ein tieferes Hoch und etablierte eine Abwärtstrendlinie, an der dem Goldpreis zum Wochenende auch schon wieder die Luft ausging. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung der Konsolidierung deutlich gestiegen, zumal bisher die Unterstützungszone zwischen 1448 USD und 1453 USD noch nicht ernsthaft getestet wurde. Die neuen COT-Daten vom 01.10.2019 zeigen allerdings einen deutlichen Abbau der Short-Position der Commercials. Diese gingen um 41.457 Kontrakte oder 12 % auf 303.688 Kontrakte zurück.  Gleichwohl stützt die Höhe der Shortposition der Commercials eine weitere Konsolidierung des Goldpreises. Solange der Goldpreis weder das Re-Break der Aufwärtstrendlinie schafft noch die neue Abwärtstrendlinie überwindet, ist mit einem Test der Unterstützung bei ca. 1450 USD zu rechnen.

 

Gold

 

Silber

Das weiße Metall folgte in der Handelswoche unter größeren Schwankungen dem großen Bruder Gold. Ein Blick auf den Wochenchart zeigt, dass der Silberpreis am vergangenen Montag ebenfalls ein neues Korrekturtief bildete und unter das bisherige Konsolidierungstief vom 13.09.2019 bei 17,40 USD fiel. Und wie bei Gold war ab Wochenmitte die Luft bei Silber raus. Die COT-Daten per 01.10.2019 zeigen anders als für Gold-Futures nur einen kleinen Abbau der Short-Position der Commercials um 3 % oder 1998 Kontrakte auf 73.781 Kontrakte. Damit bleibt das Korrekturpotenzial vom Future-Markt weiter hoch. Ein noch in der Vorwoche möglicher Doppelboden auf dem aktuellen Niveau ist damit unwahrscheinlicher geworden. Ein Test der Nackenlinie der tieferen Bodenbildung vom Februar 2019 bei 16,21 USD liegt damit durchaus im Bereich des Möglichen.

 

Silber

 

Platin

Von den Edelmetallen erwischte es Platin in der abgelaufenen Handelswoche am stärksten. Der Kurs fiel am 30.09.2019 unter die Unterstützung bei 915 USD und erholte sich auch im Wochenverlauf nur wenig. Er machte allerdings an der Aufwärtstrendlinie halt, auch wenn er nur wenig darüber schloss. Die Umsätze in der bereits seit Wochen laufenden Konsolidierung nehmen zwar ab, bleiben aber relativ auf erhöhtem Niveau und mahnen weiter zur Vorsicht. Ein Hoffnungsschimmer zeigen allerdings die COT-Daten: Die Commercials bauten per 01.10.2019 ihre Short-Position in Platinfutures um 19 % oder 8.152 Kontrakte auf inzwischen 35.432 Kontrakte ab. Der Druck des Terminmarktes hat also deutlich nachgelassen. Bis auf Weiteres bleibt der Platinpreis aber anfällig für weitere Abwärtsimpulse, im besten Falle hält sich der Kurs über der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie, zumindest aber oberhalb der Ausbruchsbewegung vom 30.08.2019 bei ca. 865 USD.

 

Platin

 

Palladium

In der abgelaufenen Handelswoche zeigte Palladium erneut relative Stärke, auch wenn es per saldo nur für eine Seitwärtsbewegung reichte. Der Wochenverlust von 15,50 USD oder 0,92 % ist deshalb zu verschmerzen und technisch wenig signifikant. Ein Test der Ausbruchsniveaus (blauen Linien) wäre für einen weiteren Kursanstieg gesund. An der COMEX tat sich ebenfalls nur wenig. Die Shortposition der Commercials ging um minimale 155 Kontrakte auf 12.476 Kontrakte zurück. Diese Shortposition ist dabei auf gleich hohem Niveau wie während der Korrektur vom April 2019, allerdings nur halb so hoch wie jene der Abwärtsbewegung ab Februar 2018. Ein wirklicher Abwärtsdruck besteht also nicht. Auch dies ist ein weiterer Hinweis darauf, dass der Palladiumpreis mit kurzen Zwischenkorrekturen weiter steigen kann.

 

Palladium

 

05.10.2019 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de




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