für PDF-Download bitte anmelden

Edelmetalle - Wochenrückblick vom 12.10.2019

Die Edelmetallwoche vom 07.10. - 11.10.2019

 

Gold

Schwach angefangen und dann stark nachgelassen – so etwa lässt sich die abgelaufene Handelswoche für den Goldpreis zusammenfassen. Denn auch diese Woche setzte sich die Konsolidierung bei Gold weiter fort. Die schwachen Umsätze während der Gegenbewegung Ende letzter Woche zeigten bereits, dass der Markt seinen Boden noch nicht gefunden hat, was die COT-Daten der Commercials ja bereits angedeutet hatten. Technisch lief der Goldpreis in einer Seitwärtsbewegung unterhalb der gebrochenen mittelfristigen Aufwärtstrendlinie, wobei ihn jedoch ab Donnerstag die Kräfte verließen. Die deutlich gestiegenen Umsätze in diesem Kursrückgang deuten ebenfalls an, dass auf aktuellem Niveau der Boden der Konsolidierung wohl noch nicht erreicht ist. Sollte die Unterstützungszone oberhalb von 1.440 Dollar halten, wäre ein kleiner Doppelboden denkbar. In diesem Fall sollte der Tiefstkurs des 2. Bodens oberhalb des ersten Bodens (1.459,23 Dollar) liegen. Bei Unterschreiten dieser Unterstützung liegt die nächste zwischen 1.412 und 1.400 Dollar, wo sich auch das 50 % - Fibonacci-Retracement der seit Anfang Juni 2019 laufenden Aufwärtsbewegung befindet.

 

Gold

 

Silber

Silber folgte in dieser Woche in seinem Impulsmuster Gold, allerdings hat das weiße Metall seine Unterstützung von Mitte September Ende letzten Monats bereits unterschritten. In dieser Woche tat sich per saldo wenig, denn die scheinbaren Fortschritte im Handelsstreit zwischen den USA und China erhöhten die Zuversicht und Risikobereitschaft der Märkte, worunter Silber ebenso wie Gold und Platin litten. Der bestehende kurzfristige Abwärtstrend konnte im Wochenverlauf nicht überwunden werden, weshalb ein Test der Märkte von 16,90 Dollar als Untergrenze des Konsolidierungsdreiecks wahrscheinlich ist. Ob sich auf diesem Niveau eine Umkehrformation bilden kann muss sich weisen. Die nächste Unterstützung auf Tagesbasis liegt dann erst wieder bei 16,20 Dollar. Solange die Wellenbewegung aus tieferen Hochs und tieferen Tiefs nicht mit signifikanten Umsätzen beendet wird, besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der Konsolidierung als für ihren  Abschluss.

 

Silber

 

Platin

Nach den deutlichen Verlusten der Vorwoche konnte Platin in dieser Woche einen Teil der Verluste wegmachen, auch wenn die Kursbewegung in dieser Woche ein überzeugendes Bodenmuster oder erkennbare Symmetrie vermissen lässt. Aber wenigstens hielt sich der Kurs über der mittelfristigen Aufwärtstrendlinie und damit auch oberhalb der Ausbruchsbewegung vom 30.08.2019 bei ca. 865 USD. Wie Silber bewegt sich Platin auch unterhalb seiner seit Anfang September bestehenden Abwärtstrendlinie. Die am Freitag gestiegenen Umsätze zeigen, dass es für die Überwindung der aus dem April stammenden Widerstände größeren Schwunges bedarf, zumal die wichtige Marke von 915,10 Dollar erst darüber liegt. Auf Wochenbasis folgt Platin allerdings weiter seiner verschachtelten (fraktalen) Bodenbildung mit höheren Hochs und höheren Tiefs. Dieser Widerstreit zwischen kurzfristigen und mittelfristigen, aber auch mittelfristigen und langfristigen Trends sind in der Anfangsphase von langfristigen Trendwechseln keine Überraschung. Deshalb besteht für den Platinpreis mittelfristig weiter mehr Grund zur Zuversicht als für Zweifel.

 

Platin

 

Palladium

Palladium führte auch in dieser Woche wieder ein Eigenleben abseits des allgemeinen Sentiments im Edelmetallsektor. Mit einem Wochengewinn von 33,50 Dollar oder 2 % zeigte Palladium erneut beeindruckende Stärke, die auch eine Entsprechung im physischen Markt in Form eines Nachfrageüberhanges hat. Deshalb könnte wie auch schon zu Beginn seiner fulminanten Kursrallye ab August 2018 das Metall ein Vorbote dafür sein, dass der Einfluss des physischen Marktes auf den Future-Preis des jeweiligen Edelmetalls steigt. Dies gilt insbesondere für Silber. Palladium selbst befindet sich in einem intakten Aufwärtstrend, dessen obere Trendlinie aktuell bei rund 1.850 Dollar liegt. Eine kleine Konsolidierung nach dem Ausbruch über die Marke von 1.615,50 Dollar (vorheriges Allzeithoch) Mitte September 2019 zeigt auch an, dass die aktuelle Aufwärtsbewegung noch weiter in Richtung der erwähnten Aufwärtstrendlinie laufen kann.

 

Palladium

 

12.10.2019 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de

 




Ihre Bewertung, Kommentar oder Frage an den Redakteur


Bitte geben Sie die Anzahl der unten gezeigten Eurozeichen in das Feld ein.
>

 



Bewertungen, Kommentare und Fragen an den Redakteur

 

 

 

0 Leser haben diesen Artikel von www.berneckerresearch.de auf einer Skala von 1 bis 5 mit durchschnittlich 0 Punkten bewertet.