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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 19.10.2019

Die Edelmetallwoche vom 14.10. - 18.10.2019

 

Gold

Der Goldpreis bastelte in der vergangenen Handelswoche weiter an einer Bodenbildung. Allerdings verletzte er seine mittelfristige Aufwärtstrendlinie intraday sowohl am 15.10 als auch am Folgetag. Diese Aufwärtstrendlinie bildet zusammen mit der bereits zuvor nach unten verlassenen ein Strahlenpaar, das typisch für mittelfristige Konsolidierungen ist. Gleichzeitig bewegt sich der Goldpreis weiter unterhalb der sich seit dem 04.09.2019 bildenden Abwärtstrendlinie. Dabei waren die Umsätze insgesamt niedriger als in den Wochen zuvor, und auch die Volatilität nahm weiter ab. Die aktuelle Kursstruktur lässt zumindest weiter eine kleine Doppelbodenbildung möglich erscheinen, die entlang der aktuellen Aufwärtstrendlinie mit dem ersten Tief am 01.10.2019 und dem zweiten am 16.10.2019 entstehen könnte. Voraussetzung dafür ist, dass die Unterstützung oberhalb von 1.440 Dollar hält. Die COT-Daten per 15.10.2019 zeigen für Gold einen Rückgang der Short-Position der Commercials um 7 % bzw. von 310.942 Kontrakten auf 288.275 Kontrakte. Ein stärkerer Rückgang ist damit weiter wahrscheinlicher, ein Ausbruch aus dem nun flacheren Konsolidierungsdreieck aber ebenso weiter möglich.

 

Gold

 

Silber

Silber bewegte sich in der abgelaufenen Woche wie in der Vorwoche nur wenig. Wie auch Gold bewegt sich Silber in einem Konsolidierungsdreieck mit abnehmender Volatilität und abnehmenden Umsätzen. Aufgrund der geringen Restbreite des Konsolidierungskeils ist mit einer baldigen Richtungsentscheidung zu rechnen. Die Netto-Shortposition der Commercials bei Silber verringerte sich per 15.10.2019 um 8 % von 76.906 Kontrakten auf 70.487 Kontrakte. Dieser Wert legt die Vermutung nahe, dass auch bei Silber die Bodenbildung noch nicht abgeschlossen ist. Ob die kleinere Unterstützung bei rund 16,90 Dollar oder erst jene bei 16,20 Dollar genug Halt und Schwung für eine Trendumkehr bietet, bleibt abzuwarten. Das mittelfristige Kaufsignal bleibt einstweilen gültig.

 

Silber

 

Platin

Platin versuchte in der abgelaufenen Handelswoche ebenso wie Gold, einen kleinen Doppelboden innerhalb seines Konsolidierungsdreieckes zu bildet. Positiv zu werten ist dabei, dass die Umsätze intraday bei steigenden Kursen entstanden. Wichtig ist zudem, dass der Kurs sich oberhalb der Unterstützung von ca. 870 Dollar bewegt, da bei einem Unterschreiten ein Rutsch bis in den Bereich von 840 Dollar droht. Dies würde auch einem Unterschreiten des starken Aufwärtsimpulses von Ende August gleichkommen, der bei rund 855 Dollar seinen Ausgang hat. Aber so weit sind wir noch nicht. Die COT-Daten per 15.10.2019 zeigen allerdings, dass die Commercials ihre Short-Position um 4 % von 36.196 Kontrakten auf 37.523 Kontrakte ausgebaut haben. Aus dieser Sicht ist der Prozess der Bodenbildung noch in vollem Gange, ohne dass ein endgültiger Boden wirklich feststeht. Der sich zuspitzende Konsolidierungskeil deutet aber darauf hin, dass auch bei Platin in den nächsten 2 Wochen eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung ansteht.

 

Platin

 

Palladium

Palladium machte in der letzten Handelswoche das, was es seit Wochen tut, nämlich neue Allzeithochs. Die eigentliche Unterstützung vom März 2019 bei 1615,50 Dollar liegt inzwischen deutlich unter dem Wochenschlusskurs von 1.743,47 Dollar. Der Wochengewinn betrug 3,2 %. Der Palladiumpreis bewegt sich damit weiter mit großen Schritten in Richtung seiner seit 2016 bestehenden oberen Aufwärtstrendlinie. Je nachdem, welche Kursspitzen gewählt werden, ergibt sich ein aktueller Zielwert von gut 1.800 Dollar oder ca. 1.850 Dollar. Aber egal, wo der Kurs wieder Luft holen wird, die relative Bewertungsdiskrepanz zu Gold, Silber und Platin wird immer größer. Dies dürfte mittelfristig nicht ohne Folgen bleiben. Diese Diskrepanz könnte mit einem deutlichen Anstieg der drei anderen Edelmetalle oder einem Rückgang von Palladium oder eine Mischung aus beiden Impulsen bereinigt werden. An der COMEX passierte in dieser Handelswoche aber wenig. Die Short-Position der Commercials stieg leicht um 1 % von 13.387 Kontrakten auf 13.244 Kontrakte und lag damit auf einem Niveau, welches seit Beginn der starken Aufwärtsbewegung im August 2018 überwiegend bestand. Sie spricht damit aber auch nicht gehen einen weiteren Anstieg.

 

Palladium

 

19.10.2019 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de

 




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