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Edelmetalle - Wochenrückblick vom 25.01.2020

Die Edelmetallwoche vom 20.01.2020 - 24.01.2020

 

Gold

Gold krabbelte in der in der abgelaufenen Handelswoche langsam aber sicher an einen wichtigen Widerstand, den Schlusskurs auf Tagesbasis vom 07.01.2020 bei 1574,11 Dollar heran. Diese rote horizontale Linie ist auf Schlusskursbasis die letzte Bremse vor einem neuen Aufwärtsimpuls. Im Wochenverlauf gewann Gold 14,28 Dollar bzw. 0,92 %. Und dies, obwohl der Dollar im Wochenvergleich um 0,58 % gegen den Euro aufwertete. Gold und der Dollar stiegen also in Tandem. Die CoT-Daten vom 21.01.2020 zeigen erneut keine größeren Bewegungen. Die Short-Position der Commercials stieg leicht um 1 % auf 351903 Kontrakte, was weiterhin ein hohes Niveau darstellt. Vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Pandemie aufgrund des Corona-Virus ist nächste Woche ein Überwinden der Marke von 1574,11 Dollar und damit ein deutlicherer Anstieg wahrscheinlich.

 

Gold

 

Silber

Silber konnte im Wochenvergleich 9 Cent oder 0,5 % zulegen. Per saldo passierte (noch) wenig, allerdings drehte der Silberpreis oberhalb der ansteigenden 50-Tage-Linie wieder nach oben und unterschritt auf Schlusskursbasis eine relevante strukturelle Unterstützung nicht (s. blaue Horizontale). Damit steigen die Chancen, dass der nächste Impuls nach oben gerichtet sein wird, was angesichts der erwähnten Ausgangslage bei Gold plausibel erscheint. Auch für Silber gilt wie auch für Gold: Überwindet die Edelmetalle den Schlusskurs vom 07.01.2020, kann es schnell weiter nach oben gehen. Der CoT-Report der Commercials per 21.01.2020 zeigt eine Ausweitung der Short-Position der Commercials um 2 % auf weiterhin sehr hohe 94.228 Kontrakte. Insgesamt bleiben am Terminmarkt deutliche potenzielle Bremsfaktoren, die allerdings einem weiteren, auch deutlichen Anstieg nicht grundsätzlich entgegenstehen. Denn die Shortposition der Commercials kann noch extremer werden. Die kommende Woche wird deshalb auch für Silber spannend werden.

 

Silber

 

Platin

Platin hielt sich auch in dieser Woche oberhalb seiner überwundenen langfristigen Abwärtstrendlinie auf Wochenbasis. Die Umsätze waren zwar nicht klein, was für Gewinnmitnahmen kurzfristiger Trader und Momentum-Investoren spricht, die den Ausbruch für sich nutzen. Im Wochenvergleich verlor Platin 16,50 Dollar bzw. 1,6 % und konsolidierte weiter den Ausbruch. Die 50-Tage-Linie nähert sich von unten langsam der 200-Tage-Linie und damit einem mittelfristigen Kaufsignal. Geduld ist allerdings angesichts der starken Widerstandszone unterhalb der blauen horizontalen Linie angebracht. Dies verringert aber nicht die Vorfreude auf das zu erwartende Überwinden dieser Marke, die bei 1044,72 Dollar liegt. Die CoT-Daten vom 21.01.2020 zeigen denn auch eine weiter zunehmende Short-Position der Commercials auf weiterhin hohem Niveau. Diese stieg um 5 % auf nunmehr 76.142 Kontrakte an. Platin kämpft sich tapfer durch die Widerstandszone und sollte früher oder später mit einem raschen Anstieg bis in den Bereich von 1.150 Dollar belohnt werden.

 

Platin

 

Palladium

Palladium holte in dieser Woche endlich einmal Luft. Es erreichte erneut nicht seine extrem steile obere Trendline und bildete stattdessen einen zweiten Candle mit einem langen oberen Docht. Dabei waren die Umsätze weiter relativ hoch. Auch wenn man bei Palladium weiter mit allem rechnen muss, so ist diese Entwicklung doch ein deutliches Zeichen dafür, dass die Erdanziehungskraft auch für dieses Edelmetall noch gilt. Denn die relative Bewertung gegenüber Gold und Platin ist weiterhin extrem und reizt zum Tausch. Per saldo gewann Palladium im Wochenvergleich um 18,77 Dollar bzw. 0,78 %. Die Short-Position der Commercials ging gegenüber der Vorwoche erneut deutlich zurück, nämlich um 14 % auf nur noch 9.705 Kontrakte zurück. Insgesamt lassen die Entwicklungen der abgelaufenen Woche eine weitere Konsolidierung erwarten, jedoch will sich bei Palladium niemand mehr aus dem Fenster lehnen, womöglich nicht einmal mehr die Commercials mit ihren Shortpositionen.

 

Palladium

 

25.01.2020 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de

 






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