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Kommt der Boden bei Kaffee?

Steigender Kaffeepreis - mehr als Short Squeeze?

 

Wie wir zuletzt am 08.11.2019 dargelegt hatten, macht sich seit einigen Wochen der Kaffeepreis daran, einen massiven und langfristigen Boden zu bilden.

Diesem Ziel scheint er nun in den vergangenen Tagen einen guten Schritt näher gekommen zu sein. Denn getrieben von einem anhaltenden massiven Short-Squeeze bei den Future-Kontrakten der Sorten Arabica und Robusta konnte sich der Kaffeepreis deutlich von seiner bereits überwundenen langfristigen Abwärtstrendlinie entfernen.

 

Indien leidet unter Regen und Flutschäden

 

Einflussfaktoren waren unter anderem eine erste Schätzung der Ernteschäden, welche durch die jüngsten Überflutungen im Süden Indiens entstanden. Als Resultat dessen schätzte die KPA (Karnaka Planters‘ Association), dass die Kaffeeproduktion in der Anbauperiode 2019/2020 um mindestens 30 – 35 % unter der diesjährigen liegen werde. KPA ist der größte Kaffeeproduzent Indiens.

Gleichzeitig wurde der in Basilien erwartete Kaffeekonsum für das kommende Jahr nach oben korrigiert. Zudem zeigten Ausfuhrstatistiken der Cecafe (Green Coffee Exporters Council) Brasiliens, daß im Oktober 2019 3,1 Mio. Säcke grüner Kaffee je 60 kg exportiert wurden, nachdem im Oktober 2018 noch 3,61 Mio. Säcke exportiert worden waren.

 

Kaffeepreis

 

Fazit

 

Der Anstieg des Kaffeepreises wurde in den vergangenen Wochen von sehr hohen Umsätzen begleitet, was das Risiko eines Fehlsignals deutlich verkleinert. Eine Phase ähnlich hoher Umsätze bei steigenden Kursen gab es in diesem Jahrzehnt nur zwischen Juni und Oktober 2016. Damals jedoch wurde der Abwärtstrend nicht überwunden. Zudem notierte der Kaffeepreis um mehr als 50 % über dem aktuellen. Auch wenn der Monatscandle noch nicht abgeschlossen ist, so ist ein signifikanter Ausbruch aus dem seit 2011 bestehenden Abwärtstrend wahrscheinlich geworden.

 

26.11.2019 - Arndt Kümpel - ak@berneckerresearch.de

 




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